Mobility-on-demand
Ausgangslage
Mirchel verfügt derzeit über keinen Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz. Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland hat zusammen mit mehreren Gemeinden und der Firma mybuxi AG ein Konzept für ein Mobility-on-Demand-Angebot entwickelt um den Gemeinden im Einzugsgebiet Konolfingen-Bowil-Worb eine Alternative anbieten zu können. Ziel ist ein Rufbus-System, das vor allem die Bevölkerung in schlecht erschlossenen Gebieten an das öffentliche Verkehrsnetz anbindet. Das Projekt wird drei Jahre lang getestet.
Finanzierung
Finanziert wird das Projekt durch den Kanton, die Gemeinden sowie die Einnahmen aus den Fahrten. Die beteiligten Gemeinden haben ihre Kostenbeteiligung in einem Verteilschlüssel festgehalten. Neben Mirchel haben auch die Gemeinden Bowil, Freimettigen, Grosshöchstetten, Konolfingen, Niederhünigen, Oberhünigen, Oberthal, Worb und Zäziwil dem Projekt zugestimmt.
Der Gemeinderat genehmigte am 30. Oktober 2025 einen Verpflichtungskredit von CHF 45'000 zu Lasten der Erfolgsrechnung für einen dreijährigen Versuchsbetrieb. Dieser unterstand dem fakultativen Referendum, welches nicht ergriffen wurde.
Wie funktioniert ein Bürgerbus?
Jede am Projekt beteiligte Gemeinde definiert Haltepunkte, die vom Bürgerbus auf Verlangen angefahren werden. Die Benutzer des Bürgerbus reservieren oder bestellen ihre Fahrt (Start und Ziel) mittels einer Handy-App. Spätestens 15 Minuten nach Bestellung oder zum reservierten Zeitpunkt holt der Bürgerbus die Fahrgäste an den gewünschten Haltepunkten ab und transportiert sie zum gewünschten Ziel. Je nach Fahrstrecke steigen an weiteren Haltepunkten Fahrgäste zu oder aus. Der Leistungskatalog sieht eine Betriebszeit von mindestens 15 Stunden pro Tag, an 7 Tagen pro Woche, im Zeitraum 6.00 Uhr bis 24.00 Uhr entsprechend der Nachfrage vor. Es ist geplant, die Versuchsregion mit vier Bürgerbussen zu betreiben, so dass die Wartezeiten möglichst kurz sind.
Zeitplan
Die Einführung des Projekts ist per Januar 2027 geplant.